blauer Hintergrund, vorne Bewerbung der Konferenz mit allen Eckdaten, Logo Legatum e.V. oben rechts

N5 Symposium | Die Studierendenkonferenz aus Ostdeutschland

Eine Studierendenkonferenz aus den Neuen Bundesländern? Endlich!

Sie findet am 12. und 13. November in Dresden statt.

„Das Symposium soll ein Forum sein, das Studentinnen und Studenten mit führenden Köpfen aus der Wirtschaft, Politik, Kultur, Medien, Sport und Wissenschaft zusammenführt.“, so Lukas Heidyck von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Online-Magazin der Hochschule. "Beim N5 Symposium sind alle jungen Menschen willkommen, die sich für Probleme der Gegenwart interessieren, Lösungen für unsere Zukunft diskutieren und Inspirationen für neue Projekte anstoßen möchten. Es richtet sich vor allem, aber nicht ausschließlich, an Studierende mit Bezug zu Ostdeutschland.“ https://bit.ly/3baMF2LInfos zum Programm und Tickets gibt es hier: https://n5symposium.de/

Diese Konferenz entstand als Initiative des Legatum e.V. Seit seiner Gründung setzt sich der Verein für die Förderung junger Menschen aus den neuen Bundesländern ein. Dazu vernetzen die Engagierten Abiturient*innen mit Studierenden und Studierende mit Berufstätigen in einem Mentorship-Programm.
Du möchten Mentor:in oder Mentee sein? Mehr Infos hier: https://www.legatum-netzwerk.de/


grüner Hintergrund, gelbes Rädchen beschrieben mit Progressomaschine, Untertitel

Die Progressomaschine - die Wahlentscheidungshilfe für progressive Poltik

DIE PROGRESSOMASCHINE

Die Progressomaschine wurde von Jeannette Gusko, Lena Frank und Kübra Gümüsay initiiert und mit einem ehrenamtlichen Team von 20 Menschen seit Ende 2020 umgesetzt. Das erste intersektionale Wahltool hat viele Gruppen im Blick. Worum geht es?

Inmitten des Wahlkampfes ist es oft schwierig den Durchblick zu bewahren: Wer macht wirklich Politik für eine offene, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft? Welche Parteien setzen sich ein für Menschen, deren Stimmen in unserer Demokratie zu wenig Gehör finden?

Gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis haben wir zur Bundestagswahl 2021 eine Online-Wahlentscheidungshilfe mitentwickelt: Die Progressomaschine. Sie ist das erste Wahltool, das die Parteien an den Themen soziale Gerechtigkeit, faire Arbeit und Wirtschaft, konsequenter Klimaschutz, humane Migrationspolitik, Inklusion und Chancengerechtigkeit und ihrer Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung misst.

Dafür wurden die Wahlprogramme demokratischer Parteien für die Bundestagswahl 2021 untersucht und die wichtigsten Fragen zu den Themen an die Parteien geschickt, für die sich die Organisationen und Aktivist*innen einsetzen.

Mit dabei sind unter anderem: abilitywatch e.V.. Claim – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit, Fair für Kinder e.V., female.vision, future_s, Hate Aid, Netzwerk 3te Generation Ost, Muslimische Jugend Deutschlands, Netzwerk Chancen, Sozialhelden e.V., Pflegestimme – Bündnis aller Pflegekräfte, Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, DeutschPlus – für eine plurale Republik, Pro Asyl, Seebrücke und viele mehr!

Die Antworten und Positionen der Parteien sind ab 6. September auf www.progressomaschine.org abrufbar. Folge jetzt der Progressomaschine auf Instagram @progressomaschine, teile die Inhalte und erzähle es weiter!

Jeannette Gusko ist Sprecherin des Netzwerks 3te Generation Ost und hat im Rahmen ihres Fellowships bei der Alfred-Landecker-Stiftung das Tool entwickelt. Jeannette ist eine von dreißig Landecker Democracy Fellows. Dieses Stipendium, eine Zusammenarbeit zwischen der Alfred Landecker Foundation und Humanity in Action, wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation von Führungskräften zu stärken, deren Ansätze zu politischen und sozialen Herausforderungen zu Katalysatoren für demokratische Ortsgestaltung und Gemeinschaftsbildung werden können.

In der Berliner Zeitung gab sie im September 2021 ein Interview zur Progressomaschine. Link

 


Frau Prof. Grande vor hellem Hintergrund

Prof. Dr. Gesine Grande hält Keynote zum 6. Generationstreffen

Der 6. Generationsgipfel "Der junge Osten übernimmt ..." stellt am 04. September in Leipzig ostdeutsch geprägte Akteure, deren Wirken und Anliegen in den Fokus.

Wir freuen uns sehr darüber, dass der Tag mit einer Keynote von Frau Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, beginnen wird. Im Anschluss ist sie ebenfalls auf dem Panel vertreten. Mehr zu den weiteren Personen auf dem Panel folgen.

Prof. Grande studierte Psychologie an der Universität Leipzig, wurde als Doctor of Public Health 1997 in Bielefeld promoviert und 2012 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig habilitiert. Sie wirkte als Professorin an der HTWK Leipzig - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und an der Universität Bremen. Bevor sie 2020 als Präsidentin der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gewählt wurde, hat sie eine Amtszeit als Rektorin die HTWK in Leipzig geleitet.

Das Engagement von Prof. Grande ist vielfältig. Sie ist Mitglied im Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Brandenburg, im Beirat für Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, im Aufsichtsrat der Leipziger Messe, im Nachhaltigkeitsbeirat sowie im Klimabeirat der Stadt Leipzig. Sie ist die erste ostdeutsche Person an der Spitze einer deutschen Hochschule.

Nach dem Panel können die Teilnehmenden Anliegen und Wirkfelder in den Open Spaces auf der Galopprennbahn Scheibenholz platzieren.Der Tag bietet Gelegenheit für Vernetzung und Austausch in gelöster Atmosphäre.

Mehr Infos zur Veranstaltung und Tickets gibt es hier: https://bit.ly/2VqJqj5

#NichtOhneUns #3GOFührung #3GOVerantwortung #Strukturwandel #Repräsentation

©Kirsten Nijhof


Bagger vor dem Meer, Link der Titel des Films in gelber Schrift

Wem gehört mein Dorf? | Premiere in Berlin und Schwerin

"Dieser Dokumentarfilm zeigt Weltpolitik im Mikrokosmos Dorf“ MDR Artour

"Ein kritischer, spannender und zutiefst anrührender Film über das Wesen der Demokratie." Ostseezeitung

"Der persönliche Zugang des Regisseurs und die teils dubiosen Protagonisten dieser Provinzposse sorgen dafür, dass man am Ende gebannt der Stimmauszählung einer Kommunalwahl folgt, als gehe es um Weltpolitik“ Der Tagesspiegel

Zum Film
Auf kräftigen Gegenwind stößt die auf Wachstum und Investitionen ausgerichtete Lokalpolitik in dem beliebten Ostseebad Göhren auf Rügen, der Heimat des Filmemachers Christoph Eder. Als die letzte unberührte Küste bebaut werden soll und das einzigartige, malerische Naturschutzgebiet in Gefahr ist, regt sich deutlich der Unmut unter einigen Bürger*innen. Seit Jahren dominiert eine Gruppe von Männern, die „Vier von der Stange“ den Gemeinderat. Sie unterstützen sämtliche Projekte eines millionenstarken Bauinvestors aus Nordrhein-Westfalen, der in Göhren nach der Wende so viele Hotels und Ferienhäuser baute wie kein anderer. Die engagierten Göhrener Nadine und ihr Vater Bernd, erkennen schnell, dass sie nur gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas ändern können. Sie gründen eine Bürgerinitiative und treten bei der Kommunalwahl an. Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?

WEM GEHÖRT MEIN DORF? ist ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchitektur und sanftem Meeresrauschen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik. Im Mikrokosmos des Ostseebads und seiner Bewohner werden Themen verhandelt, die weltumspannend Brisanz haben und kapitalistische Interessen gegen das Gemeinwohl stellen: Ausverkauf der Kommunen, Gentrifizierung, Strukturwandel, Turbo-Tourismus, Naturschutz.

Regisseur Christoph Eder über seinen Film:

"Mich interessiert vor allem das Spannungsfeld zwischen den Interessen Einzelner und den Interessen der Gemeinschaft und welche Rolle dabei Kapital spielt. Unser Film stellt die zentralen Fragen: Wie wollen wir leben und wer bestimmt darüber? In meinem Film treffen Menschen aufeinander, die für sich glauben, das Richtige für ihren Heimatort zu tun und solche, die zu zweifeln beginnen und nach neuen Wegen suchen. Diese Entwicklungen erzähle ich nahe an den Protagonist*innen und öffne damit den Blick auf die Strukturen der Lokalpolitik und die Auswirkungen auf die Bürger*innen – aber auch die Handlungsmöglichkeiten und Chancen. Es ist ein Film über die Kraft der Demokratie."

Die Premieren in Schwerin und Berlin werden durch die Community-Mitglieder moderiert. Sabine Wurzel übernimmt in Schwerin und Anne Luise Kitzerow in Berlin.

Schwerin | Capitol | Mi., 04. August 2021 | 19:30 Uhr
Berlin | Kulturforum | Do., 12. August 2021 | 21:00 Uhr


De junge Osten übernimmt | 04. September 2021 in Leipzig | Logos Veranstalter Netzwerk 3te Generation Ost, Kooperation HHL, Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung

Der junge Osten übernimmt ... | 04. September 2021 in Leipzig

Der 6. Generationsgipfel stellt ostdeutsch geprägte Akteure, deren Wirken und Anliegen in den Fokus.

Der junge Osten übernimmt…

Gemeinsam mit dem Dr. Arend Oetker Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie und Führung an der HHL Leipzig Graduate School of Management und mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung richtet das Netzwerk 3te Generation Ost den 6. Generationsgipfel aus. Unter dem Titel “Der junge Osten übernimmt …” möchten wir:

  • Erfahrungsvorsprünge ostdeutscher Akteur:innen reflektieren
  • die Breite der Wirkfelder aufzeigen
  • Anliegen und Redebedarfe identifizieren
  • Dir den Raum für Vernetzung und Austausch bieten

Wir fragen uns selbst: Wer ist der junge Osten? Wo wirkt er? Ist er relevant? Welche Werte und Erfahrungen prägen das Wirken und … übernimmt er sich vielleicht?

Wir wollen die Wandelerprobtheit der Teilnehmenden reflektieren und die daraus resultierenden Erfahrungvorsprünge in den Fokus rücken. Halten die Umbruchserfahrungen nach der Wiedervereinigung implizit und explizit nach? Woran lässt sich das erkennen? Prägen sie Deine Werte sowie das eigene berufliche und private Handeln? Forcieren sie Innovatives und können sie dazu beitragen Transformationsprozesse zu gestalten? Was übernimmt der junge Osten von der Generation vor ihm und was geben Akteur:innen weiter? Zählst Du Dich zum jungen Osten und ist das überhaupt wichtig?

Open Space-Format – Willkommen Themenvielfalt!

Nach einem Plenum mit Gestalter:innen aus Ostdeutschland kannst Du den Tag über in jeweils 45-minütigen Open Spaces Deine Themen und Anliegen platzieren und gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden diskutieren. Was am Tag angeboten wird, sammeln wir vor Ort.

Warum wir uns für dieses Format entschieden haben? Wir haben in den letzten 11 Jahren erlebt, dass sich die Themenbreite der Diskussionen in unserem Netzwerk vom beruflichen Vorankommen über Pflege- und Bildungsthemen, Eigentum, Wirtschaft, Antirassismusarbeit, Verantwortungsübernahme privat, beruflich, zivilgesellschaftlich bis zu Fragen der Rückkehr, Aufarbeitung der DDR in den Familien und noch vielem mehr erstreckt. Aus diesem Grund geben wir nichts vor. Du hast die Themen in der Tasche. Du weißt, was in Deinem beruflichen und privaten Umfeld relevant ist. Wir bieten den Raum. Wir lassen uns überraschen.

Erfahrungsvorsprünge vor…

Überlegst Du auch, ob das Thema Gleichberechtigung in Ostdeutschland einen anderen gelebten Stellenwert als in anderen Teilen der Bundesrepublik hat? Was wurde im Bereich der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in Ostdeutschland und mit ostdeutsch sozialisierten Akteur:innen Innovatives hervorgebracht?

Mangelnde Netzwerke und mangelndes Erfahrungswissen zu strategischen Karriereentscheidungen ließen nicht wenige Personen unvoreingenommen unbekannte Pfade beschreiten und erfolgreich aufsteigen. Manche nahmen diesen Weg zum Anlass, um sich für Nachkommende zu engagieren. Zahlreiche Community-Mitglieder bringen Digitalisierung voran, wieder andere ermöglichen anderweitig bspw. kulturelle und politische Teilhabe, bilden Bündnisse. Die Baseball-Schlägerjahre prägen unsere Haltung. Diskriminierungserfahrungen sowie die Entwertung von Lebensleistungen schärfen das Gerechtigkeitsempfinden. Forschungslücken werden aufgearbeitet. Die Sprechfähigkeit über die DDR-Vergangenheit in den Familien entwickelt sich teilweise erst jetzt.

Durch den Strukturwandel mussten und müssen sich Regionen und Branchen neu erfinden, die Unternehmensnachfolge ist vielerorts nicht gesichert. Sozialen Innovationen werden Räume geboten, die positive ökologische Transformation in Teilen der ehemaligen DDR ist fortwährend sichtbar und …

… Du warst / bist mittendrin!

Die Dritte Generation Ost wirkt in allen Bereichen des Lebens kommunal bis global und die Vierte Generation Ost tut das ebenfalls. Die Zweite Generation übergibt den Staffelstab. Lass uns gemeinsam überlegen, wie die individuellen und kollektiven Erfahrungen für die Gestaltung der gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben nutzen können. Gemeinsam heißt auch: ALLE, die sich einbringen (möchten). Gebliebene, Zugezogene, Rückehrerinnen und Rückkehrer, Weggezogene. Im Miteinander.

Wir freuen uns auf Dich! Du bist willkommen.

Wir möchten allen eine Teilnahme ermöglichen. Bei der Anmeldung fragen wir den Bedarf nach Kinderbetreuung für den Tag ab.

Menschen mit jedweder Einschränkung bitten wir, dies anzugeben. Vielen Dank. Wir melden uns zeitnah bei Dir.

  • Wann? Sa., 4. September 2021, 10:00 – 19:00 Uhr
  • Anmeldung: ab 01. Juli 2021 möglich | Link zur Anmeldung
  • Kosten: 27,82 € (inkl. Verpflegung, inklusice Servicegebühren Eventbrite)
  • Kinderbetreuung vor Ort
  • Barrierefreiheit bis zur Tribüne (individuelle Bedarfe werden abgefragt)

Wir treffen uns in Leipzig auf der Rennbahn.

Leipzig ist momentan die am schnellsten wachsende Stadt in Deutschland und zieht Kreative aus aller Welt an. Doch neben Künstlern und Studenten strömen auch immer mehr Startups sowie etablierte Unternehmen in die sächsische Metropole.

In Leipzig liegt der Clara-Zetkin-Park, in dessen Mitte das “Scheibenholz” liegt. Das “Scheibenholz” ist eine der traditionsreichsten Galopprennbahnen Deutschland. Genau auf dieser Tribüne soll der Generationsgipfel stattfinden.

Draußen, Frischluft und Miteinander. Wir freuen uns auf Dich!

Covid-19

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei. Bitte beachte unsere Einlassbedingungen am Tag. Ein aktueller Impfnachweis oder negativer Corona-Test ist erforderlich und wird abgefragt. Wenn dies nicht vorhanden ist, wird der Einlass nicht gewährt.

Testmöglichkeiten in Leipzig: Link


Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Gespräche zwischen Mutter und Sohn

Während der Wiedervereinigung waren die Eltern der Dritten Generation Ost ungefähr so alt, wie diese heute sind. Unser Netzwerkmitglied Tilmann Löser tauscht sich Mutter im "Nah dran"-Beitrag des MDR über die damalige Zeit aus. Welche Hoffnungen hatte sie? Welche Bedeutung hatte die Umbruchserfahrung konkret für sie und die Familie? Der Beitrag ermutigt zu einem stärkeren intergenerationalen Austausch.'

Highlight des Beitrags ist dieses Video.

"Ich glaube, es tut gut, verwurzelt zu sein in seiner eigenen Geschichte, Im Hinblick auf die Familie, aber auch die Gesellschaft. Und zu unserer Geschichte in Ostdeutschland gehört einfach die DDR. Diese 40 Jahre zwischen 1949 und 1989, die sind nicht mit Mauerfall vorbei, die leben in den Familien weiter und auch in der Gesellschaft." Tilmann Löser
Zusammen mit der Stiftung Friedliche Revolution initiiert Tilmann seit 2013 transkulturelle Musikprojekte in Leipzig. 2016 beauftragte ihn die Stiftung mit der Koordinierung des Projektes Klänge der Hoffnung - Musik verbindet. Mit einem Team der Stiftung und vielen Organisationen und Einzelpersonen entwickelte er das Projekt, in dem er als Organisator und Musiker tätig ist.

Bildrechte: MDR - Mitteldeutscher Rundfunk 2021


UNMUTE NOW | Demokratiebeteiligung junger Menschen | Stipendien

Wahlverdrossenheit = Demokratieverdrossenheit?

Drei ostdeutsche Bundesländer verzeichneten bei der Bundestagswahl 2017 den höchsten Anteil an jungen Nichtwähler:innen. Grund genug, in die Ideenschmiede zu gehen. Demokratie braucht in Deutschland neue Formate und Erzählungen, die junge Menschen ansprechen und dafür begeistern, sich einzubringen.
Glücklicherweise haben ProjectTogether und die Alfred Landecker Foundation ein kluges Programm gestrickt, dass die strukturellen Barrieren fürs gemeinsame Langzeitdenken - und umsetzen nimmt. Von den 100 Stipendien (jeweils 2500€/Monat von Juni-Oktober) über Netzwerke, die bei der Umsetzung unterstützen bis zur Kampagne, mit der Reichweite generiert werden kann.

Engagierte in Ostdeutschland - bewerben!

Wir wissen von dem vielfältigen Engagement in Ostdeutschland, das bereits wirkt. Beteiligt auch Ihr euch! Fragt gerne nach, wenn wir irgendwo drüber schauen können, sagt es weiter und sprecht junge Menschen in eurem Umfeld an.
📢 Mit UNMUTE NOW werden ab sofort 25 Initiativen mit Ansätzen, die junge Menschen für demokratische Prozesse begeistern, etwa die Beteiligung an der Bundestagswahl im September aber auch andere Formen von Engagement und Mitgestaltung - in sozialen Bewegungen, Parteien, Vereinen, oder mehr ...

❗️ Demokratie lebt vom Mitgestalten. Das Problem: 45% der 18- bis 29-Jährigen zählen laut einer Studie von More in Common zum sogenannten "unsichtbaren Drittel", womit Menschen gemeint sind, die keinen Vorteil darin sehen, sich für Demokratie einzusetzen oder die von den demokratischen Institutionen enttäuscht sind. Was tun? Neue Formate und Erzählungen werden gebraucht! Ideen, die junge Menschen ansprechen und ihre #Teilhabe an demokratischen Prozessen stärken.
💡Wer hat einen Lösungsansatz, mit dem jungen Menschen eine politische Stimme gegeben werden kann?
Bewerbung ist bis zum 17. Mai 2021 möglich.

Veröffentlichung zur Transformationskompetenz

Am Ende des Jahres 2020 ist der Band „Unsere Mütter, unsere Väter. Deutsche Generationen seit 1945“ erschienen. Dieser geht auf eine interdisziplinäre Konferenz am beschaulichen Starnberger See in der Akademie für politische Bildung in Tutzing zurück. Aus der fruchtbaren Diskussionsatmosphäre ist unser Beitrag „Wendekinder in der Berliner Republik und Europa. Transformationskompetzen – eine etymologische, transdisziplinäre Exploration“ entstanden. Kern der Betrachtung ist die erste empirisch angereicherte Erkundung des Neologismus „Transformationskompetenz“. Eine Definition des Begriffs befindet sich HIER.

Diese Begrifflichkeit, die der Generation der Wendekinder zugeschrieben wird, findet ihren Niederschlag gerade in der Selbstbefassungsliteratur der Wendekinder aus den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass diese Zuschreibung inzwischen einen Widerhall bei Akteuren aus dem Kreis der Wendekinder gefunden hat. Die Selbstermächtigung dieser Generation, etwa durch ihr Drängen in und das Einfordern von Führungspositionen in der Bundesrepublik ist inzwischen allseits bekannt.


Das Netzwerk im Diskurs | Medien und Auftritte

 

Die Wochen rund um die Einheitsfeiern am 3. Oktober 2021 war das Netzwerk als ostdeutsche Stimme nachgefragt. Wir bedanken uns bei den Engagierten, die die hier gelisteten Fernsehauftritte, Interviews, Reportagen, Debattenbeiträge, Podiumsdiskussionen usw. ermöglichten:

31. August 2021 Adriana Lettrari diskutiert mit Kevin Kühnert in der RBB Abendschau über 30 Jahre Deutsche Einheit

02. September 2021 Gemeinsam mit Das Nettz organisierte Jeannette Gusko einen digitalen Stammtisch mit über 50 Teilnehmenden zum Thema Hass im ländlichen Raum.

16. September 2021 Das Portrait über Kerstin Kinszorra des MDR-Projekts "Generation Umbruch" wird veröffentlicht.

19. September 2021 Unser 5. Generationsgipfel findet an der HHL in Leipzig statt.

21. September 2021 Auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum diskutieren bei der Eröffnung Adriana Lettrari mit Franziska Giffey, Steffen Mau, Thomas Brockmeier und Gastgeber Frank Nehring über das Thema: "Wie wir die Krise gemeinsam meistern".

24. September 2021 Bei der Tagung "Umbruch oder Abbruch - Was hat uns die friedliche Revolution gebracht?" der Landeszentrale für politische Bildung organisieren und moderieren Kerstin Kinszorra und Adriana Lettrari ein Panel zu Transformationskompetenz

25. September 2021 Im "M LE MAGAZINE DU MONDE" werden u.a. Janine Koska und Torsten Menzel portraitiert Link

28. September 2021 Insgesamt 111 Personen zeichnen unseren Aufruf "Von der Stimme zum Einfluss"

29. September 2021 Jeannette Gusko spricht mit RadioEins über die Eliten in Ostdeutschland

29. September 2021 Jeannette Gusko als Wendekind im Portrait von Frontal 21

29. September 2021 Im Inforadio spricht Adriana Lettrari über die Transformationskompetenz der Ostdeutschen

02. Oktober 2021 Mit der Tagesschau sprach Jeannette Gusko darüber, wie wir ganz konkret den Anteil ostdeutscher Eliten erhöhen. Sie themtisierte ostdeutsche Zukunftskompetenzen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Strategien für den Kampf gegen Rassismus &  den Klimawandel.

02. Oktober 2021 Auf dem #CE20 moderiert Jeannette Gusko die Session zum Thema Hass im ländlichen Raum

03. Oktober 2021 Auf der Konferenz "30 Jahre Deutsche Einheit" diskutiert René Sternberg das Repräsentationsdefizit Ostdeutscher.

03. Oktober 2021Kerstin Kinszorra in einem langen Portrait des MDR-Reihe Generation Umbruch

03. Oktober 2021 Nadine Bruder und Torsten Menzel diskutieren im Deutschlandfunk zum Thema "Einkommen, Karriere-Chancen, Gender-Gap | Wie groß sind die Ost-West-Unterschiede tatsächlich noch?"

03. Oktober 2021 Adriana Lettrari hält die Festrede im Dom zu Brandenburg. Darin rückte sie die Dritte Generation Ost in den Fokus. Die @maz_online schreibt im Anschluss, dass sie Akzente gesetzt hat.

05. Oktober 2021 Jeannette Gusko im Tagesspiegel

06. Oktober 2021 Auf der Veranstaltung DeZIM meets taz diskutiert Jeannette Gusko auf einem digitalen Panel zum Thema "Ostdeutsche und die deutsche Einheit"

07. Oktober 2021 Katrin Cholotta wird vom WDR über die Potenziale der Wendekinder befragt.

14. Oktober 2021Jeannette Gusko kommentiert im Deutschlandfunk aus ostdeutscher Perspektive den solidarischen Vorstoß #ichwill.

15. Oktober 2021 Claudia Geist und Jeannette Gusko beteiligen sich mit einem Debattenbeitrag bei der Kampagne #ichwill und fordern eine Mindestbeteiligung von Frauen in Vorständen.

18. November 2021 Im Rahmen des Generationsgipfels am 19.09.2021 wurde wir vom MDR interviewt. Aussagen finden sich in der MDR-Doku „Was will der Osten“ wieder.

25. November 2021 Online diskutierte René Sternberg mit Teilnehmenden der Veranstaltung der Volkshochschule Bad Dürkheim über die Frage "Wie tickt der Osten 30 Jahre nach der Wiedervereinigung? - Gibt es den Osten" überhaupt?". Moderiert wurde die Veranstaltung von Journalist August Modersohn.

 


Das Netzwerk 3te Generation Ost unterstützt die Kampagne #ichwill. Warum das FüPoG II auch aus ostdeutscher Sicht jetzt kommen muss

Debattenbeitrag Wirtschaft

von Jeannette Gusko und Claudia Geist

Unter dem Hashtag #ichwill fordern Frauen aktuell im Netz die Ausweitung der gesetzlichen Frauenquote auf Vorstände und berichten von eigenen Diskriminierungserfahrungen im Berufsleben. Hintergrund ist der gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegte Gesetzentwurf für mehr Frauen in Führungspositionen - Zweites Führungspositionengesetz (kurz: FüPoG II). 

Da die freiwilligen Selbstverpflichtungen von Unternehmen, sich Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Vorständen zu geben, nicht funktionieren (70% aller FüPoG-Unternehmen geben sich die Zielgröße Null für den Vorstand!) und der Frauenanteil in den betroffenen Vorständen bei gerade einmal 8 Prozent liegt, schlagen die beiden zuständigen Ministerinnen eine Mindestbeteiligung von einer Frau in Vorständen vor, die aus vier oder mehr Mitgliedern bestehen. 

Eine Frau! Das ist keine Zumutung, sondern das ist doch das Mindeste. Und dennoch erfährt der Gesetzentwurf, der bereits im Frühjahr vorgelegt wurde, beharrlichen Widerstand - sowohl vom Koalitionspartner als auch aus der Wirtschaft. 

Das Netzwerk 3te Generation Ost unterstützt die Kampagne #ichwill, weil Diversität in Führungsgremien für uns eine Frage von Gerechtigkeit und Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg ist. Deswegen muss das FüPoG II kommen. Hierzu sprach Jeannette Gusko, Sprecherin des Netzwerks 3te Generation Ost, am 14.10. mit Deutschlandfunk Nova.

Das häufig vorgeschobene Argument, es gäbe nicht genügend qualifizierte Frauen und die Wenigen, die es wären, wollten ja nicht, ist schlicht unwahr. Frauen erzielen heute bessere Studienabschlüsse als Männer, sind Teil von Mentoringprogrammen, bilden sich weiter und vernetzen sich. Sie haben sich in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft längst bewiesen und sind hervorragend qualifiziert für verantwortungsvolle Aufgaben. 

Was hat das mit dem Osten zu tun? Eine ganze Menge. 

Ostdeutsche und Frauen machen leider sehr ähnliche Diskriminierungserfahrungen, wenn es um die Besetzung von Spitzenpositionen geht. Beide Bevölkerungsgruppen stoßen noch an gläserne Decken von homogenen Führungsgremien, die überwiegend männlich, westdeutsch und weiß geprägt sind und sich gerne selbst rekrutieren. Für Frauen und Ostdeutsche, genau wie für migrantisierte Frauen, Women of Color oder Frauen mit Behinderungen, ist da kein Platz. Unter den deutschen DAX-Vorständen finden sich gerade einmal drei ostdeutsche Frauen. Das muss sich ändern! Erst wenn Führungsteams diverser aufgestellt sind, erreichen wir eine gleichberechtigte Teilhabe in der Arbeitswelt.

Ostdeutsche Frauen sind im Übrigen geradezu prädestiniert für Führungspositionen. Aufgrund ihrer doppelten Sozialisation in zwei Systemen und den dadurch erworbenen Transformationskompetenzen verfügen sie über eine der wichtigsten Managementfähigkeiten. Sie sind geborene Changemanagerinnen und können Wandel - ihr Denken und Handeln zeichnet sich wissenschaftlich belegt durch Mut, Teamwork, Pragmatismus und Veränderungsbereitschaft aus. Diese Zukunftskompetenz ist in Zeiten der Corona-Krise gefragter denn je.

Auch besitzen sie aufgrund der selbstverständlichen generationalen Weitergabe eines gleichberechtigten Verständnisses zwischen Mann und Frau den Gleichstellungsvorsprung Ost. Deshalb verzeichnen Unternehmen mit Sitz in Ostdeutschland auch mehr Frauen in Führungspositionen als Unternehmen im Westen des Landes. Aber auch dort müssen Ostdeutsche und Frauen endlich in den Spitzenpositionen ankommen. Von den ostdeutschen Regionen und der Transformationskompetenz ihrer Menschen kann der Rest des Landes und seine Wirtschaft viel lernen.  

Wir haben gerade erst den 30. Tag des Deutschen Einheit gefeiert. Echte Einigkeit werden wir jedoch nur durch Vielfalt erreichen. #EinigkeitinVielfalt #3GoFührung #ichwill