Repräsentation von Ostdeutschen - Ein Termin im Kanzleramt

„Wir verbessern die Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen und Entscheidungsgremien in allen Bereichen.”, so der Koalitionsvertrag 2021*. Das unterstützen wir gern.

Repräsentation war u.a. ein Thema, worüber wir mit Carsten Schneider, dem Staatsminister und Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland,  im Bundeskanzleramt sprachen. Dabei konnten wir die vielfältigen beruflichen und persönlichen Erfahrungen aus dem Netzwerk einbringen, aber auch die Erkenntnisse aus unseren Formaten. Es wurden die Perspektivenvielfalt, Expertise sowie einende Erfahrungen im Netzwerk aufgezeigt, die erlangten Kompetenzen im Umgang mit Umbruchs und Aufstieg wurden betont. Ein Diskussionspunkt war ebenfalls, wie Weggezogene aktiviert und eingebunden werden können, was beispielsweise den Wissenstransfer und Engagementmöglichkeiten betrifft.

Wir sind dankbar für die Zeit, die Ein- und Ausblicke sowie den offenen Austausch und freuen uns auf mehr.

Wir sind Wandel gewohnt. Wir gestalten ihn. Immer gern gemeinsam.

*https://lnkd.in/dgTT9ZNT, S. 103


blauer Hintergrund, vorne Bewerbung der Konferenz mit allen Eckdaten, Logo Legatum e.V. oben rechts

N5 Symposium | Die Studierendenkonferenz aus Ostdeutschland

Eine Studierendenkonferenz aus den Neuen Bundesländern? Endlich!

Sie findet am 12. und 13. November in Dresden statt.

„Das Symposium soll ein Forum sein, das Studentinnen und Studenten mit führenden Köpfen aus der Wirtschaft, Politik, Kultur, Medien, Sport und Wissenschaft zusammenführt.“, so Lukas Heidyck von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Online-Magazin der Hochschule. "Beim N5 Symposium sind alle jungen Menschen willkommen, die sich für Probleme der Gegenwart interessieren, Lösungen für unsere Zukunft diskutieren und Inspirationen für neue Projekte anstoßen möchten. Es richtet sich vor allem, aber nicht ausschließlich, an Studierende mit Bezug zu Ostdeutschland.“ https://bit.ly/3baMF2LInfos zum Programm und Tickets gibt es hier: https://n5symposium.de/

Diese Konferenz entstand als Initiative des Legatum e.V. Seit seiner Gründung setzt sich der Verein für die Förderung junger Menschen aus den neuen Bundesländern ein. Dazu vernetzen die Engagierten Abiturient*innen mit Studierenden und Studierende mit Berufstätigen in einem Mentorship-Programm.
Du möchten Mentor:in oder Mentee sein? Mehr Infos hier: https://www.legatum-netzwerk.de/


Ein Rückblick für mehr nach vorn

"Wie liest sich das große Motto 'Der junge Osten übernimmt!' am Ende dieses Tages? Als unbescheidener Anspruch: ja. Als ziemlich hohes Ziel – auch das. Denkbar aber auch: schlichtweg als Erfordernis!" Bernd Schekauski, MDR KULTUR

Einmal mehr - schnell anpassen

Eine männliche und weibliche Person moderieren
Dr. René Sternberg und Kerstin Kinszorra

Was kann Herkunft? Wie sehr prägen Umbrüche nachhaltig Werte & Wirken? Der junge Osten übernimmt... Der 6. Generationsgipfel stellte am 04. September 2021 ostdeutsch geprägte Akteure, deren Wirken & Anliegen in den Fokus.

Wandlungserprobt? Das konnte an diesem Tag bewiesen werden. Der Streik der GDL führte kurzfristig zu Zugausfällen. Diesem Umstand bedingt, konnten leider nicht alle angemeldeten Personen an der Veranstaltung teilnehmen. Trotzdem war die Freude groß, dass 50 Interessierte den Tag bereicherten, Themen einbrachten und somit zum erhofften Gelingen beitrugen.

Strukturwandel, Diskussion und Repräsentation -  nicht ohne uns.

Frau Prof. Dr. Grande hält stehend die Keynote vor den Teilnehmenden
Prof. Dr. Gesine Grande hielt die Keynote

Kerstin Kinszorra und Dr. René Sternberg begrüßten zu Beginn die Teilnehmer:innen zunächst und kündigten den Tagesablauf an. Anschließend leiteten sie an Frau Prof. Dr. Gesine Grande über. Die Präsidentin der Brandenburgisch Technischen Universität in Cottbus ist die erste Person ostdeutscher Herkunft die dieses Amt  in Deutschland bekleidet. In ihrer Funktion bestimmt sie den Strukturwandel in der Lausitz maßgeblich mit. Sie zeichnete ihren Werdegang vor und nach der Wiedervereinigung nach und teilte ihre Beobachtungen. Außerdem ging sie auf die Repräsentation von Ostdeutschen im Wissenschaftssystem ein. Durch das anschließende Panel führte Dr. Katrin Cholotta (Netzwerk 3te Generation Ost). Leider konnte Peggy Piesche (Bundeszentrale für politische Bildung) nicht teilnehmen. Prof. Dr. Gesine Grande, Prof. Dr. Timo Meynhardt und Silvia Hennig sprachen über die Zuschreibung Ostdeutscher, den Strukturwandel, Teilhabe, Repräsention und mehr.

Die Diskussion erstreckte sich über Kategorien Ostdeutschlands in der (potenziellen) Selbst- und Fremdwahrnehmung, wie dieses Bild erweitert oder verändert werdenn kann bis hin zu den Folgen der Repräsentationsdefizite Ostdeutscher in Zeiten von Transformation und Strukturwandel. Einig waren sich alle, dass es mehr Sichtbarkeit von ostdeutschen Mitbestimmer:innen brauche, die derzeitige Veränderungsprozesse prägen. Damit kann eine Realität abgebildet werden, die den innovativen Ansätzen sowie der Leistungsfähigkeit der ostdeutschen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Ostdeutschland gerecht würde. In Konsequenz könne dies auch zu mehr Teilhabe ermutigen, die aber auch eingefordert werden müsse. Die Notwendigkeit von  Beteiligungsformaten unterstrichen alle Beteiligten. Gesine Grande verdeutlichte dies:

Die Menschen in der Lausitz müssen das Gefühl von Selbsterleben haben, die Erkenntnis: Es bringt etwas, wenn ich etwas tue.
Prof. Dr. Gesine Grande Präsidentin BTU Cottbus-Senftenberg im MDR

Repräsentation: Wer nicht erzäht, wird erzählt.

Dass Herkunft nach wie vor bei der Besetzung von Führungspositionen eine Rolle spielt, dessen ist sich Gesine Grande bewusst. Auch die ostdeutsche Herkunft. Dennoch gilt es die Chancen, die sich derzeit ergeben, wahrzunehmen, sich von Niederlagen nicht entmutigen zu lassen. Timo Meynhardt fügte hinzu: "Wer nicht erzählt, wird erzählt." und meint auch damit, dass mehr Ostdeutschen in  Diskurse einsteigen sollten, damit die Pluralität abgebildet wird.

Prof. Dr. Timo Meynhardt sitzt in der Podiumskussion und spricht zu den Teilneh
Prof. Dr. Timo Meynhardt

Sowohl Grande, Hennig als auch Meynhardt bestimmen in ihren Positionen mit, was erzählt wird. Timo Meynhardt ist Professor an der HHL – Leipzig Graduate School of Management. Er widmet sich dabei u. a. den Themen Führung und Gemeinwohl. Auf die Themen Mitbestimmung, Führung und Gemeinwohlansätze kamen alle Beteiligten an dem Tag immer wieder zurück. Das ließ die Vermutung nahe, dass sich in den ähnlichen Erfahrungen immer wieder einende Werte erkennen ließen. Abschließend ließ die Frage, wie ein neues Leitbild für Ostdeutschland aussehen könne, Raum für weiterführende Diskussionen.

Chancen für eine Generation - Rückkehr und Mitgestaltung

Silvia Hennig spricht auf den Panel zu den Teilnehmenden
Silvia Hennig von neuland21

Silvia Hennig ist beispielgebend für die Chancen, die Ostdeutschland für Rückkehrer:innen bereithält. Sie kehrte nach mehreren beruflichen Stationen im In-und Ausland mit ihren Erfahrungen in den ländlichen nach Ostdeutschland zurück und gründete den Verein neuland21. Diese Perspektive brachte sie in die Diskussion ein und verwies darauf, dass die strukturellen Voraussetzungen in Ostdeutschland von denen der alten und strukturstarken Bundesländer unterscheiden. Zum Gelingen des Strukturwandelns, dürfe ihrer Meinung nicht nur auf große Projekte und top-down-Politik gesetzt werden.

Sie empfindet gesellschaftliche Debatten oftmals als urban geprägt. neuland21 steuert dagegen. Mit ihrem unabhängigen und gemeinnützigen Think & Do Tank soll die Lebensqualität im ländlichen Raum wieder nachhaltig erhöht werden. Der Verein trägt mit Projekten dazu bei, dass der ländliche Raum in dieser Hinsicht in der Forschung abgebildet wird und sie pilotieren neue Formen von Beteiligung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit in der Region.

"Wir wollen daran mitarbeiten, dass sich dieser Trend möglichst wieder umkehrt, etwa in dem sich ländliche Gebiete neu erfinden. Dabei setzen wir ganz stark auf die Mittel der Digitalisierung." Silvia Hennig, neuland21 e.V. in MDR Kultur

Open Spaces - was Euch bewegt

Weibliche Person mit Mikro erklärt das Open-Space-Format
Katharina Goering erklärt das Format

Katharina Goering leitete nach dem Panel das Open-Space-Format an. Jede Person konnte ein eigenes Thema setzen, das in 45-minütigen Session mit Interessierten diskutiert werden konnte. Es bot sich ein breites Themenspektrum, welches in 2 Runden und insgesamt 7 Sessions Ausdruck fand. Erfahrungen, Informationen, Empfindungen und Forderungen hatten genauso Platz wie Fragen und Ideen für Projekte und Folgediskussionen. Die unterschiedlichen Werdegänge der Teilnehmenden ermöglichten einen konstruktiven Austausch und das Kennenlernen neuer Perspektiven und Beweggründe.

  • Was fordern wir von der neuen Bundesregierung?
  • Wie beleben wir die Transformationskomepetenz - mehr Wirksamkeit
  • Erinnerungskultur | Brauchen wir mehr Kategorien? | Intergenerationaler Dialog
  • Gewerkschaften, Löhne und Gehälter im Osten
  • Kooperation zwischen Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen/Zivilgesellschaft
  • Co-Working in der Provinz
  • Brauchen wir die Planwirtschaft zurück
Mehrere Personen sitzen im Außenbereich auf Stühlen und besprechen in einer Session ein Thema
Rege Diskussion in einer Session
weibliche Person stellt Thema für ein Open Space vor
Erste Themen werden vorgeschlagen
Zwei männliche Personen stehend in der anschließenden Aufbereitung der Ergebnisse
Ergebnispräsentation im Anschluss
Weibliche Person sitzt und diskutiert mit Teilnehmenden einer Session
Einblick in eine der vielen Sessions
Plakat mit Arbeitsergebnissen
Session: Brauchen wir heute Planwirtschaft?
Plakat mit Arbeitsergnissen: Forderungen an die neue Bundesregierung
Session: Forderungen an die neue Bundesregierung
Plakat mit Arbeitsergebnissen zu Gewerkschaften
Session: Gewerkschaften im Osten

 

 

 

 


Ausklang

Der informelle Austausch und das Miteinander kamen nicht zu kurz. Zu den Klängen von Herje Mine klang der Tag stimmungsvoll aus. Fest steht, dass dieses Format fortbestehen soll, damit mehr Austausch möglich wird und Netzwerke erweitert werden. In den monatlichen Calls können nun Ideen besprochen sowie Diskussionen fortgesetzt werden.

Menschen stehen in einer Gruppe unter freiem Himmel und hören zu
Abschluss und Ausblick
2 weiblichen Personen unterhalten sich
Austausch am Abend
Personen unterhalten sich
Netzwerken
Die Band Herrje Mine spielt
Herrje Mine
Die Teilnehmen sind zu einem Gruppenfoto aus der Vogelperspektive unter freiem Himmel aufgereiht
Gruppenfoto
Tribüne und Abendlicht
Gelassene Stimmung
Austausch am Buffet

In den Medien

Am Tag sind 2 Beitrage für den MDR entstanden:

  • Ideenschmiede - "Generationsgipfel" in Leipzig diskutiert über Wandel in Ostdeutschland | Link |  04. September 2021
  • Netzwerk - "Generationstreffen" in Leipzig: Wohin der "junge Osten" strebt | Link | 05. September 2021

Nicht ohne Euch. Danke.

Das Netzwerk 3te Generation Ost bedankt sich bei der  Bundeszentrale für politische Bildung für die Untersützung.
Danke an Prof. Dr. Gesine Grande, Silvia Hennig und Prof. Dr. Timo Meynhardt auf dem Panel. Danke an das Service-Personal. Danke an die Location Rennbahn Scheibenholz. Und vielen Dank an Rotkäppchen für das Sponsoring von Getränken.

Die wunderbaren Eindrücke vom Tag verdanken wir der Leipziger Fotografin Franziska Werner und den Menschen auf den Fotos, die den Open Space mit Themen und Erfahrungen gefüllt haben. Nicht ohne Euch. Danke an alle, die diese Veranstaltung geteilt haben.

Das Team dahinter freut sich auf ein nächstes Mal. Nicht ohne uns.

Katharina Goering, Katrin Cholotta, Kerstin Kinszorra, Jonas Bräuer, René Sternberg und Franziska Wetterling

 

Ein Teil des Vorbereitungsteams sieht fröhlich in die Kamera
Katrin Cholotta, René Sternberg, Kerstin Kinszorra, Franziska Wetterling, Katharina Goering ...
Ein Mann sitzt auf einem von vielen grünen Stühlen
... und Jonas Bräuer

 

 

 

 


grüner Hintergrund, gelbes Rädchen beschrieben mit Progressomaschine, Untertitel

Die Progressomaschine - die Wahlentscheidungshilfe für progressive Poltik

DIE PROGRESSOMASCHINE

Die Progressomaschine wurde von Jeannette Gusko, Lena Frank und Kübra Gümüsay initiiert und mit einem ehrenamtlichen Team von 20 Menschen seit Ende 2020 umgesetzt. Das erste intersektionale Wahltool hat viele Gruppen im Blick. Worum geht es?

Inmitten des Wahlkampfes ist es oft schwierig den Durchblick zu bewahren: Wer macht wirklich Politik für eine offene, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft? Welche Parteien setzen sich ein für Menschen, deren Stimmen in unserer Demokratie zu wenig Gehör finden?

Gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis haben wir zur Bundestagswahl 2021 eine Online-Wahlentscheidungshilfe mitentwickelt: Die Progressomaschine. Sie ist das erste Wahltool, das die Parteien an den Themen soziale Gerechtigkeit, faire Arbeit und Wirtschaft, konsequenter Klimaschutz, humane Migrationspolitik, Inklusion und Chancengerechtigkeit und ihrer Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung misst.

Dafür wurden die Wahlprogramme demokratischer Parteien für die Bundestagswahl 2021 untersucht und die wichtigsten Fragen zu den Themen an die Parteien geschickt, für die sich die Organisationen und Aktivist*innen einsetzen.

Mit dabei sind unter anderem: abilitywatch e.V.. Claim – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit, Fair für Kinder e.V., female.vision, future_s, Hate Aid, Netzwerk 3te Generation Ost, Muslimische Jugend Deutschlands, Netzwerk Chancen, Sozialhelden e.V., Pflegestimme – Bündnis aller Pflegekräfte, Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, DeutschPlus – für eine plurale Republik, Pro Asyl, Seebrücke und viele mehr!

Die Antworten und Positionen der Parteien sind ab 6. September auf www.progressomaschine.org abrufbar. Folge jetzt der Progressomaschine auf Instagram @progressomaschine, teile die Inhalte und erzähle es weiter!

Jeannette Gusko ist Sprecherin des Netzwerks 3te Generation Ost und hat im Rahmen ihres Fellowships bei der Alfred-Landecker-Stiftung das Tool entwickelt. Jeannette ist eine von dreißig Landecker Democracy Fellows. Dieses Stipendium, eine Zusammenarbeit zwischen der Alfred Landecker Foundation und Humanity in Action, wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation von Führungskräften zu stärken, deren Ansätze zu politischen und sozialen Herausforderungen zu Katalysatoren für demokratische Ortsgestaltung und Gemeinschaftsbildung werden können.

In der Berliner Zeitung gab sie im September 2021 ein Interview zur Progressomaschine. Link

 


Frau Prof. Grande vor hellem Hintergrund

Prof. Dr. Gesine Grande hält Keynote

Der 6. Generationsgipfel "Der junge Osten übernimmt ..." stellt am 04. September in Leipzig ostdeutsch geprägte Akteure, deren Wirken und Anliegen in den Fokus.

Wir freuen uns sehr darüber, dass der Tag mit einer Keynote von Frau Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, beginnen wird. Im Anschluss diskutiert sie gemeinsam mit

Prof. Grande studierte Psychologie an der Universität Leipzig, wurde als Doctor of Public Health 1997 in Bielefeld promoviert und 2012 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig habilitiert. Sie wirkte als Professorin an der HTWK Leipzig - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und an der Universität Bremen. Bevor sie 2020 als Präsidentin der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gewählt wurde, hat sie eine Amtszeit als Rektorin die HTWK in Leipzig geleitet.

Das Engagement von Prof. Grande ist vielfältig. Sie ist Mitglied im Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Brandenburg, im Beirat für Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, im Aufsichtsrat der Leipziger Messe, im Nachhaltigkeitsbeirat sowie im Klimabeirat der Stadt Leipzig. Sie ist die erste ostdeutsche Person an der Spitze einer deutschen Hochschule.

Nach dem Panel können die Teilnehmenden Anliegen und Wirkfelder in den Open Spaces auf der Galopprennbahn Scheibenholz platzieren. Der Tag bietet Gelegenheit für Vernetzung und Austausch in gelöster Atmosphäre.

Mehr Infos zur Veranstaltung und Tickets gibt es hier: https://bit.ly/2VqJqj5

#NichtOhneUns #3GOFührung #3GOVerantwortung #Strukturwandel #Repräsentation

©Kirsten Nijhof


Bagger vor dem Meer, Link der Titel des Films in gelber Schrift

Wem gehört mein Dorf? | Premiere in Berlin und Schwerin

"Dieser Dokumentarfilm zeigt Weltpolitik im Mikrokosmos Dorf“ MDR Artour

"Ein kritischer, spannender und zutiefst anrührender Film über das Wesen der Demokratie." Ostseezeitung

"Der persönliche Zugang des Regisseurs und die teils dubiosen Protagonisten dieser Provinzposse sorgen dafür, dass man am Ende gebannt der Stimmauszählung einer Kommunalwahl folgt, als gehe es um Weltpolitik“ Der Tagesspiegel

Zum Film
Auf kräftigen Gegenwind stößt die auf Wachstum und Investitionen ausgerichtete Lokalpolitik in dem beliebten Ostseebad Göhren auf Rügen, der Heimat des Filmemachers Christoph Eder. Als die letzte unberührte Küste bebaut werden soll und das einzigartige, malerische Naturschutzgebiet in Gefahr ist, regt sich deutlich der Unmut unter einigen Bürger*innen. Seit Jahren dominiert eine Gruppe von Männern, die „Vier von der Stange“ den Gemeinderat. Sie unterstützen sämtliche Projekte eines millionenstarken Bauinvestors aus Nordrhein-Westfalen, der in Göhren nach der Wende so viele Hotels und Ferienhäuser baute wie kein anderer. Die engagierten Göhrener Nadine und ihr Vater Bernd, erkennen schnell, dass sie nur gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas ändern können. Sie gründen eine Bürgerinitiative und treten bei der Kommunalwahl an. Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?

WEM GEHÖRT MEIN DORF? ist ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchitektur und sanftem Meeresrauschen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik. Im Mikrokosmos des Ostseebads und seiner Bewohner werden Themen verhandelt, die weltumspannend Brisanz haben und kapitalistische Interessen gegen das Gemeinwohl stellen: Ausverkauf der Kommunen, Gentrifizierung, Strukturwandel, Turbo-Tourismus, Naturschutz.

Regisseur Christoph Eder über seinen Film:

"Mich interessiert vor allem das Spannungsfeld zwischen den Interessen Einzelner und den Interessen der Gemeinschaft und welche Rolle dabei Kapital spielt. Unser Film stellt die zentralen Fragen: Wie wollen wir leben und wer bestimmt darüber? In meinem Film treffen Menschen aufeinander, die für sich glauben, das Richtige für ihren Heimatort zu tun und solche, die zu zweifeln beginnen und nach neuen Wegen suchen. Diese Entwicklungen erzähle ich nahe an den Protagonist*innen und öffne damit den Blick auf die Strukturen der Lokalpolitik und die Auswirkungen auf die Bürger*innen – aber auch die Handlungsmöglichkeiten und Chancen. Es ist ein Film über die Kraft der Demokratie."

Die Premieren in Schwerin und Berlin werden durch die Community-Mitglieder moderiert. Sabine Wurzel übernimmt in Schwerin und Anne Luise Kitzerow in Berlin.

Schwerin | Capitol | Mi., 04. August 2021 | 19:30 Uhr
Berlin | Kulturforum | Do., 12. August 2021 | 21:00 Uhr


Warum sind Kerstin, Torsten, Alu und René dabei?

Kerstin Kinszorra ist seit 5 Jahren im Netzwerk 3te Generation Ost aktiv. Sie fragt sich, wie Fach- und Führungskräfte unserer Generation gestärkt werden können. Insbesondere jene, die sich in den in den ostdeutschen Bundesländern engagieren (möchten).  Wie kann man sich in der Rush Hour des Lebens beruflich, familiär, aber auch gesellschaftlich einbringen und damit Verantwortung übernehmen? Auch das werden wir auch beim 6. Generationsgipfel thematisieren.

Für Torsten Menzel ist es nicht die erste Teilnahme am Generationsgipfel. Aufgewachsen ist er in Sachsen. Sein Studium dort sowie die Auslandsaufenthalte in Frankreich, Polen und Großbritannien schärften seinen Blick auf die Heimat sowie die Dritte Generation Ost:

»Die Dritte Generation Ost macht Implizites explizit. Sie baut Brücken zwischen unterschiedlichen deutschen und europäischen Realitäten. Sie bringt ihre Fähigkeiten gesellschaftlich ein, übernimmt Verantwortung und entscheidet mit. Damit sich mehr Ostdeutsche über die Besonderheiten dieser Dritten Generation bewusst werden, lohnt es, davon zu erzählen.« Torsten Menzel

Anne-Luise Kitzerow ist am 04. September in Leipzig ebenfalls dabei. Sie ist Zukunftsforscherin, Netzwerkerin, Autorin und Bloggerin auf www.grossekoepfe.de. Sie schreibt über Familie, Gesellschaft und Medienkompetenz. Außerdem setzt sich Alu als Gründerin für mehr weibliche Zukunftsforschererinnen ein (www.zukunftsforscherin.de) und ist im Verein Blogfamilia e.V. engagiert., der sich für die Sichtbarkeit von Eltern in der Politik und im Netz einsetzt.

“Die Sichtbarkeit von Frauen gilt es zu unterstützen, dafür sehe ich beim Netzwerk die besten Chancen.” Alu Kitzerow

René Sternberg ist Soziologe und Head of Professional Services in einer Digitalagentur. Dort erschafft er mit seinem Team digitale Arbeitswelten, die in hybriden Arbeitswelten immer wichtiger werden. Ursprünglich aus Sachsen-Anhalt arbeitet er nun in Berlin.

Er hat sich u.a. bei ArbeiterKind.de gGmbH sowie in der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit engagiert. Nun liegt der Schwerpunkt seines Engagements beim Netzwerk 3te Generation Ost.

“Die Stärkung der Zivilgesellschaft gelingt nur durch das Einüben von demokratischen Prozessen, die Teilhabe ermöglichen. Ob Verein, Schule oder Feuerwehr ist egal. Wichtig ist die Erfahrung der eigenen Wirkmächtigkeit.” René Sternberg

Lerne alle vier Personen kennen! Platziere Deine Anliegen und Wirkfelder in den Open Spaces auf der Galopprennbahn Scheibenholz. Der Tag bietet coronakonform Gelegenheit für Vernetzung und Austausch in gelöster Atmosphäre.

Mehr Infos zur Veranstaltung und Tickets gibt es hier: https://bit.ly/2VqJqj5

#NichtOhneUns #3GOFührung #3GOVerantwortung #Strukturwandel #Repräsentation

 

 


De junge Osten übernimmt | 04. September 2021 in Leipzig | Logos Veranstalter Netzwerk 3te Generation Ost, Kooperation HHL, Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung

Der junge Osten übernimmt ... | 04. September 2021 in Leipzig

Der 6. Generationsgipfel stellt ostdeutsch geprägte Akteure, deren Wirken und Anliegen in den Fokus.

Der junge Osten übernimmt…

Gemeinsam mit dem Dr. Arend Oetker Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie und Führung an der HHL Leipzig Graduate School of Management und mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung richtet das Netzwerk 3te Generation Ost den 6. Generationsgipfel aus. Unter dem Titel “Der junge Osten übernimmt …” möchten wir:

  • Erfahrungsvorsprünge ostdeutscher Akteur:innen reflektieren
  • die Breite der Wirkfelder aufzeigen
  • Anliegen und Redebedarfe identifizieren
  • Dir den Raum für Vernetzung und Austausch bieten

Wir fragen uns selbst: Wer ist der junge Osten? Wo wirkt er? Ist er relevant? Welche Werte und Erfahrungen prägen das Wirken und … übernimmt er sich vielleicht?

Wir wollen die Wandelerprobtheit der Teilnehmenden reflektieren und die daraus resultierenden Erfahrungvorsprünge in den Fokus rücken. Halten die Umbruchserfahrungen nach der Wiedervereinigung implizit und explizit nach? Woran lässt sich das erkennen? Prägen sie Deine Werte sowie das eigene berufliche und private Handeln? Forcieren sie Innovatives und können sie dazu beitragen Transformationsprozesse zu gestalten? Was übernimmt der junge Osten von der Generation vor ihm und was geben Akteur:innen weiter? Zählst Du Dich zum jungen Osten und ist das überhaupt wichtig?

Open Space-Format – Willkommen Themenvielfalt!

Nach einem Plenum mit Gestalter:innen aus Ostdeutschland kannst Du den Tag über in jeweils 45-minütigen Open Spaces Deine Themen und Anliegen platzieren und gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden diskutieren. Was am Tag angeboten wird, sammeln wir vor Ort.

Warum wir uns für dieses Format entschieden haben? Wir haben in den letzten 11 Jahren erlebt, dass sich die Themenbreite der Diskussionen in unserem Netzwerk vom beruflichen Vorankommen über Pflege- und Bildungsthemen, Eigentum, Wirtschaft, Antirassismusarbeit, Verantwortungsübernahme privat, beruflich, zivilgesellschaftlich bis zu Fragen der Rückkehr, Aufarbeitung der DDR in den Familien und noch vielem mehr erstreckt. Aus diesem Grund geben wir nichts vor. Du hast die Themen in der Tasche. Du weißt, was in Deinem beruflichen und privaten Umfeld relevant ist. Wir bieten den Raum. Wir lassen uns überraschen.

Erfahrungsvorsprünge vor…

Überlegst Du auch, ob das Thema Gleichberechtigung in Ostdeutschland einen anderen gelebten Stellenwert als in anderen Teilen der Bundesrepublik hat? Was wurde im Bereich der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in Ostdeutschland und mit ostdeutsch sozialisierten Akteur:innen Innovatives hervorgebracht?

Mangelnde Netzwerke und mangelndes Erfahrungswissen zu strategischen Karriereentscheidungen ließen nicht wenige Personen unvoreingenommen unbekannte Pfade beschreiten und erfolgreich aufsteigen. Manche nahmen diesen Weg zum Anlass, um sich für Nachkommende zu engagieren. Zahlreiche Community-Mitglieder bringen Digitalisierung voran, wieder andere ermöglichen anderweitig bspw. kulturelle und politische Teilhabe, bilden Bündnisse. Die Baseball-Schlägerjahre prägen unsere Haltung. Diskriminierungserfahrungen sowie die Entwertung von Lebensleistungen schärfen das Gerechtigkeitsempfinden. Forschungslücken werden aufgearbeitet. Die Sprechfähigkeit über die DDR-Vergangenheit in den Familien entwickelt sich teilweise erst jetzt.

Durch den Strukturwandel mussten und müssen sich Regionen und Branchen neu erfinden, die Unternehmensnachfolge ist vielerorts nicht gesichert. Sozialen Innovationen werden Räume geboten, die positive ökologische Transformation in Teilen der ehemaligen DDR ist fortwährend sichtbar und …

… Du warst / bist mittendrin!

Die Dritte Generation Ost wirkt in allen Bereichen des Lebens kommunal bis global und die Vierte Generation Ost tut das ebenfalls. Die Zweite Generation übergibt den Staffelstab. Lass uns gemeinsam überlegen, wie die individuellen und kollektiven Erfahrungen für die Gestaltung der gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben nutzen können. Gemeinsam heißt auch: ALLE, die sich einbringen (möchten). Gebliebene, Zugezogene, Rückehrerinnen und Rückkehrer, Weggezogene. Im Miteinander.

Wir freuen uns auf Dich! Du bist willkommen.

Wir möchten allen eine Teilnahme ermöglichen. Bei der Anmeldung fragen wir den Bedarf nach Kinderbetreuung für den Tag ab.

Menschen mit jedweder Einschränkung bitten wir, dies anzugeben. Vielen Dank. Wir melden uns zeitnah bei Dir.

  • Wann? Sa., 4. September 2021, 10:00 – 19:00 Uhr
  • Anmeldung: ab 01. Juli 2021 möglich | Link zur Anmeldung
  • Kosten: 27,82 € (inkl. Verpflegung, inklusice Servicegebühren Eventbrite)
  • Kinderbetreuung vor Ort
  • Barrierefreiheit bis zur Tribüne (individuelle Bedarfe werden abgefragt)

Wir treffen uns in Leipzig auf der Rennbahn.

Leipzig ist momentan die am schnellsten wachsende Stadt in Deutschland und zieht Kreative aus aller Welt an. Doch neben Künstlern und Studenten strömen auch immer mehr Startups sowie etablierte Unternehmen in die sächsische Metropole.

In Leipzig liegt der Clara-Zetkin-Park, in dessen Mitte das “Scheibenholz” liegt. Das “Scheibenholz” ist eine der traditionsreichsten Galopprennbahnen Deutschland. Genau auf dieser Tribüne soll der Generationsgipfel stattfinden.

Draußen, Frischluft und Miteinander. Wir freuen uns auf Dich!

Covid-19

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei. Bitte beachte unsere Einlassbedingungen am Tag. Ein aktueller Impfnachweis oder negativer Corona-Test ist erforderlich und wird abgefragt. Wenn dies nicht vorhanden ist, wird der Einlass nicht gewährt.

Testmöglichkeiten in Leipzig: Link


Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Gespräche zwischen Mutter und Sohn

Während der Wiedervereinigung waren die Eltern der Dritten Generation Ost ungefähr so alt, wie diese heute sind. Unser Netzwerkmitglied Tilmann Löser tauscht sich Mutter im "Nah dran"-Beitrag des MDR über die damalige Zeit aus. Welche Hoffnungen hatte sie? Welche Bedeutung hatte die Umbruchserfahrung konkret für sie und die Familie? Der Beitrag ermutigt zu einem stärkeren intergenerationalen Austausch.'

Highlight des Beitrags ist dieses Video.

"Ich glaube, es tut gut, verwurzelt zu sein in seiner eigenen Geschichte, Im Hinblick auf die Familie, aber auch die Gesellschaft. Und zu unserer Geschichte in Ostdeutschland gehört einfach die DDR. Diese 40 Jahre zwischen 1949 und 1989, die sind nicht mit Mauerfall vorbei, die leben in den Familien weiter und auch in der Gesellschaft." Tilmann Löser
Zusammen mit der Stiftung Friedliche Revolution initiiert Tilmann seit 2013 transkulturelle Musikprojekte in Leipzig. 2016 beauftragte ihn die Stiftung mit der Koordinierung des Projektes Klänge der Hoffnung - Musik verbindet. Mit einem Team der Stiftung und vielen Organisationen und Einzelpersonen entwickelte er das Projekt, in dem er als Organisator und Musiker tätig ist.

Bildrechte: MDR - Mitteldeutscher Rundfunk 2021


UNMUTE NOW | Demokratiebeteiligung junger Menschen | Stipendien

Wahlverdrossenheit = Demokratieverdrossenheit?

Drei ostdeutsche Bundesländer verzeichneten bei der Bundestagswahl 2017 den höchsten Anteil an jungen Nichtwähler:innen. Grund genug, in die Ideenschmiede zu gehen. Demokratie braucht in Deutschland neue Formate und Erzählungen, die junge Menschen ansprechen und dafür begeistern, sich einzubringen.
Glücklicherweise haben ProjectTogether und die Alfred Landecker Foundation ein kluges Programm gestrickt, dass die strukturellen Barrieren fürs gemeinsame Langzeitdenken - und umsetzen nimmt. Von den 100 Stipendien (jeweils 2500€/Monat von Juni-Oktober) über Netzwerke, die bei der Umsetzung unterstützen bis zur Kampagne, mit der Reichweite generiert werden kann.

Engagierte in Ostdeutschland - bewerben!

Wir wissen von dem vielfältigen Engagement in Ostdeutschland, das bereits wirkt. Beteiligt auch Ihr euch! Fragt gerne nach, wenn wir irgendwo drüber schauen können, sagt es weiter und sprecht junge Menschen in eurem Umfeld an.
📢 Mit UNMUTE NOW werden ab sofort 25 Initiativen mit Ansätzen, die junge Menschen für demokratische Prozesse begeistern, etwa die Beteiligung an der Bundestagswahl im September aber auch andere Formen von Engagement und Mitgestaltung - in sozialen Bewegungen, Parteien, Vereinen, oder mehr ...

❗️ Demokratie lebt vom Mitgestalten. Das Problem: 45% der 18- bis 29-Jährigen zählen laut einer Studie von More in Common zum sogenannten "unsichtbaren Drittel", womit Menschen gemeint sind, die keinen Vorteil darin sehen, sich für Demokratie einzusetzen oder die von den demokratischen Institutionen enttäuscht sind. Was tun? Neue Formate und Erzählungen werden gebraucht! Ideen, die junge Menschen ansprechen und ihre #Teilhabe an demokratischen Prozessen stärken.
💡Wer hat einen Lösungsansatz, mit dem jungen Menschen eine politische Stimme gegeben werden kann?
Bewerbung ist bis zum 17. Mai 2021 möglich.