21 results for author: franziska


Aufarbeitung in Bautzen

4. Juni 2012 | 07:25 Uhr   Wendekind Sven Riesel, Jahrgang 1980, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Bautzen die berüchtigte Geschichte des Stasigefängnisses in der sächsischen Stadt auf. Sowohl im Stasiknast als auch im zweiten Bautzener Gefängnis, dem „Gelben Elend“, saßen unzählige politische Gefangene ein. Wir sprachen mit Sven über seine Arbeit, über seine Wahlheimat Dresden und über „Ossis“ und „Wessis“. Bist Du Bautzener? Nein, ich komme aus Pulsnitz in der Westlausitz. Studiert habe ich in Dresden, Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Germanistik. Da wohne ich auch seit über ...

Schwerin im Sturm erobert

3. Juni 2012 | 11:03 Uhr   Mit Rostocker und Lübzer Pils, Würstchen vom Biohof Medewege auf dem Grill und Eroberungslaune stimmen wir uns am ersten Abend in Schwerin auf die dritte Generation in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns ein. Und die begeistert restlos, selbst Adriana Lettrari. Die gebürtige Rostockerin erzählt uns von der Fehde zwischen ihrer Heimatstadt an der Küste und Schwerin, und davon, wie sie sich in den sechs Monaten, in denen sie hier arbeitete und lebte, dann doch überzeugen ließ: Schwerin verdient den Hauptstadtstatus. Bei einem spontanen Nachtspaziergang durch die Pflastersteingassen entdecken wir im ...

Kontroverser Spielverlauf zwischen den vier Toren Neubrandenburgs

1. Juni 2012 | 19:26 Uhr   Der Teamgeist kommt immer mehr in Fahrt, die Mannschaft hat sich eingegroovt und auch die Sonne bricht hier und da mal durch die Wolkendecke, als wir Neubrandenburg ansteuern. Zwischen den Schwedter Plattenbauten und denen in der Stadt im Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte liegen – malerisch, aber wahr – saftig grüne Wiesen, von Kornfeldern, strahlend-gelbem Raps und tiefrotem Klatschmohn durchsetzt. Aaaaahhhs und Ooooohhhs klingen durch den Bus und immer wieder raunt ein Staunen durch die Reihen, wenn Filmemacher Gunther Scholz und Kameramann Florian Lampersberger mal wieder mit dem Auto an uns vorbeiger...

Tourtag 1: Crashtest in Schwedt

31. Mai 2012 | 09:55 Uhr   Mit Rotkäppchen-Sekt in den Bechern, Adrenalin im Blut und einem stärkenden Grußwort von Ulrich Mählert, Projekt-Pate von der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, im Rücken rollen wir aus Berlin raus und rein in den ersten Tourtag. Gunther Scholz und sein Filmteam sind von Anfang an dabei und genauso gespannt wie wir: Was passiert? Wen treffen wir? Wie bestehen wir den „Chrashtest mit der Wirklichkeit“, von dem Gunther sprach? Die Stimmung pendelt sich irgendwo zwischen Ferienlagervorfreude und dem Gefühl ein, dass in den kommenden zehn Tagen etwas Großes auf uns wartet. Auch große Herausforderungen, ...

Demografischer Wandel im Zeitraffer

28. Mai 2012 | 18:23 Uhr   Bildungsaktivist Sebastian Hirsch beschäftigt sich damit, wie sich Lernen und Wissen im digitalen Zeitalter verändern, und betreut Projekte wie das „Education Innovation Lab“ an der Humboldt-Viadrina School of Governance. Mit praktischen Ideen kämpft er gegen Ungerechtigkeit im Bildungssystem und für Chancengleichheit – ein gesamtdeutsches Anliegen. Für die Tour 2012 der 3ten Generation Ost hat er in seiner Heimatstadt Schwedt einiges auf die Beine gestellt. Du hast für den ersten Tourstopp in Schwedt die Diskussion „Teil der Lösung!“ initiiert, was erwartet uns? Fachkräftemangel und bürgerschaf...

Was haben wir eigentlich erlebt?

27. Mai 2012 | 12:38 Uhr   Gleich zum Tourauftakt am 30. Mai in Schwedt geht es mit Biografieworkshops zur Sache – eine Erfindung der Sozialpädagogin Juliane Cieslack, Wendekind Jahrgang 1982. Sie wuchs in Seifhennersdorf in der Oberlausitz im Dreiländereck Deutschland, Polen, Tschechien auf, studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Slawistik in Potsdam, sattelte dann auf Sozialpädagogik um. In Potsdam lebt und arbeitet sie immer noch. Was hat Dich zu den Biografieworkshops inspiriert? Die Idee kam bei der Konferenz der 3ten Generation Ost im letzten Jahr auf, wo es ja auch diese „Murmelgruppen“ zur Vergangenheit gab. Ich habe ...

„Ich bin auf den Crashtest mit der Wirklichkeit gespannt!“

25. Mai 2012 | 20:40 Uhr Filmemacher Gunther Scholz, Vertreter der ersten Generation Ost, hält die Tour 2012 in einem Dokumentarfilm fest. Er hat schon zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme realisiert und Preise wie den Bayrischen Fernsehpreis für „Als die Mauer fiel – 50 Stunden, die die Welt veränderten“ abgeräumt. Mit Filmperlen wie „Sag mir, wo die Schönen sind“, den er 2008 bei der Berlinale vorstellte, ruft er ein Stück DDR-Alltag in Erinnerung. Sein Team bei der Tour: An der Kamera Florian Lampersberger, Student an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, Projektassistentin Nadja Smith hält ...

„Mit der DDR verbinden mich meine lebhaftesten Kindheitserinnerungen“

25. Mai 2012 | 13:00 Uhr Swantje Tobiassen leitet das Projekt „Region in Aktion – Kommunikation im ländlichen Raum‟ der Amadeu Antonio Stiftung. Sie wuchs in einem kleinen Ort an der Nordsee auf, war aber als Kind schon regelmäßig in den Ferien in Ostdeutschland. Am Tour-Stopp Zossen zeigt sie uns mit Skatern die Stadt. Was für ein Projekt ist „Region in Aktion‟? Das Projekt will mit Mitteln der darstellenden Kunst herausfinden, wie Menschen in ländlichen Regionen miteinander kommunizieren, die demokratische Kultur vor Ort stärken und zivilgesellschaftliche Initiativen unterstützen. In Zossen kooperieren wir mit der Bürgerinitia...

Mit dem richtigen Spirit weiter vorwärts!

24. Mai 2012 | 10:13 Uhr Vor rund zwei Jahren initiierte Adriana Lettrari die 3te Generation Ost. In ein paar Tagen sitzt sie mit ihren Mitstreitern, einem Dokumentarfilmteam und Pressebegleitern im Bus und tourt durch den Osten Deutschlands mit einem dichten Programm. Im Interview steht sie Rede und Antwort: Warum noch über Ost und West reden? Und wie kam eigentlich die Auswahl der Tourstopps zustande? Die Tour ist das erste Projekt dieser Art – und auch ein bisschen abenteuerlich. Worauf freust Du Dich besonders? Unsere Bustour ist aus dem Spirit des ersten Generationstreffen der 3ten Generation Ostdeutschland im Juli 2011 in Berlin entstand...

„Hier muss man selber machen, wenn man etwas erleben will“

23. Mai | 20:44 Uhr Wendekind Ulrike Nimz, Jahrgang 1983, wuchs in Rostock auf, studierte Germanistik in Rostock und Journalistik in Leipzig. Heute ist sie Reporterin bei der Tageszeitung Freie Presse, arbeitet in Chemnitz und verbringt die Wochenenden in Leipzig. Sie begleitet die ersten Tourtage und berichtet aktuell. Wie bist Du auf die 3te Generation Ost gestoßen? Freunde haben mich ein paar Monate vor der Konferenz im vergangenen Jahr auf die Initiative aufmerksam gemacht. Den Gedanken dahinter konnte ich nachvollziehen: Die Generation der Wendekinder ist nie wirklich nach ihren DDR- und Umbruchserfahrungen gefragt worden. Auch die Auseina...