Bustour

Mit dem Bus tourten wir 2012 durch Ostdeutschland. Dabei haben wir unser Netzwerk ausgebaut und das Gespräch mit den Menschen vor Ort gesucht. Wir machten Halt bei den Aktiven und Interessierten, die bereit waren ihre Kontakte für Besuche und Aktionen vor Ort zu teilen.

In unserem Blog findest du unsere Erlebnisse auf der Tour mit Interviews, Bildern und Texten dokumentiert.

Bilder der Tour findest du hier auf flickr.

Unsere Route:

Tourkarte 2012

Wir haben die Dritte Generation vor Ort getroffen, haben miteinander über unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft diskutiert - auch mit der Generation unserer Eltern und Großeltern. Wir konnten Wirklichkeiten und Engagement in Ostdeutschland zeigen und Visionen für die Zukunft ausloten.


 

Das Tourprogramm

Mittwoch 30. Mai 2012 Schwedt

11:00 Schulworkshop: Austausch mit der 4. Generation und Auf dem Marktplatz: Mit Passanten im Gespräch.
13:00 Zu Tisch mit ?
16:30 Stadtspaziergang
19:00 Biographieworkshop für die Schwedter der Dritten Generation
19:30 Teil der Lösung! Die Dritte Generation in Schwedt und der Uckermark, Uckermärkische Bühnen Schwedt


Donnerstag 31. Mai 2012 Neubrandenburg

12:45 Schulworkshop - Austausch mit der 4. Generation, Gymnasium St. Marien
13:00 Zu Tisch mit ?
14:00 Auf dem Wochenmarkt - Mit Passanten im Gespräch
18:30 Sport als Propaganda, Sport als Engagement. Eine Diskussionsveranstaltung über die vielen Gesichter der schönsten Nebensache der Welt, Hochschule Neubrandenburg


Freitag 1. Juni 2012 Medewege

12:00 Besuch des Biohofes Medewege


Samstag 2. Juni 2012 Schwerin

09:00 Marktplatz - MIt Passanten im Gespräch, zusammen mit der Agentur MV4You
11:00 Brunch mit der Mecklenburger Dritten Generation, Ministerin Manuela Schwesig, der Agentur MV4You und der 3ten Generation Ostdeutschland
13:30 Workshops zu Vergangenheit, Gegenwart & Zukunft
16:00 Zu Tisch mit?
19:30 Abendlicher Ausklang im Werk 3. Wir ziehen eine erste Bilanz zur Tour.


Sonntag 3. Juni 2012 Schwerin & Zossen

12:00 Besuch des Fernsehturms Neu Zippendorf. Eine besondere Sicht auf die Stadt Schwerin.
16:00 Zossen zeigen - die 3te Generation trifft die 4te Generation: In Wünsdorf-Waldstadt führen uns SchülerInnen der Erich-Kästner Grundschule über das ehemalige Militärgelände, welches in seiner wechselvollen Geschichte auch von Wehrmacht und Roter Armee genutzt wurde. Zusammen mit der Amadeu Antonio Stiftung.
16:30 Die 3te Generation trifft die 4te Generation: Zossens Skater bilden eine eigene lebendige Subkultur. Wie sie die Stadt für sich entdeckten und nutzen, zeigen sie uns bei einem Gang durch die Stadt.
18:30 Die 3te Generation Ostdeutschland trifft Zossen: Am Abend treffen wir zusammen mit den Skatern auf Initiativen der Stadt - Zeit sich vorzustellen, mehr ueber die Musikworkshops, die die Jugendlichen in den letzten Wochen gestalteten zu erfahren und ins Gespraech zu kommen! Der Abend wird musikalisch ausklingen: Molly Malones am E-Werk


Montag 4. Juni 2012 Bautzen & Mittelherwigsdorf

12:00 Besuch im Steinhaus Bautzen: Wir besuchen das soziokulturelle Zentrum und kommen mit den Machern ins Gespräch.
14:00 Besuch der Gedenkstätte Bautzen: Führung und Spurensuche nach dem Blick der dritten Generation auf die Geschichte.
15:00 Besuch der Domowina: bei der Dritten Generation der Sorben in der Lausitz.
19:00 Hiergeblieben... Die Dritte Generation in der Oberlausitz: Offener Abend zum Kennenlernen und Austausch in der Kulturfabrik Meda.


Dienstag 5. Juni 2012 Löbau

11:00 Besuch der Stiftung Haus Schminke: Führung und Gespräch im UNESCO Weltkulturerbe.
19:00 Besuch und Übernachtung in der Naturschutzstation Pobershau/Rübenau


Mittwoch 6. Juni 2012 Seitenroda & Jena

11:30 Besuch und Gespräch auf der Leuchtenburg: Führung mit  Dr. Ulrike Kaiser, Direktorin der Stiftung Leuchtenburg. Anschließend gemeinsames Burgmahl mit Gespräch.
16:45 Auf dem Kirchplatz St. Michael, Jena: Mit Passanten im Gespräch.
17:00 Zu Tisch mit ?
18:30 Von Jena lernen: Wie Bürger und die Kommune dazu beitragen können, eine Stadt lebendig zu halten. Öffentliche Podiumsdiskussion im Volksbad Jena


Donnerstag 7. Juni 2012 Halle/Saale

10:00 Lesung an einer Schule: gelesen wird aus dem Buch "Aufrecht im Gegenwind" für Schüler_innen in Halle.
12:00 Zu Gast im Peißnitzhaus: Mittagessen mit Initiativen zum Thema "Postwachstumsstadt in einer Postwachstumsgesellschaft"
18:00 Dialog zur Zukunft des Aufbau Ost: Podiumsgespräch und Diskussion mit dem Publikum im Institut für Wirtschaftsforschung Halle.


Freitag 8. Juni 2012 Lutherstadt Wittenberg

10:00 Liegt meine Zukunft in der Region Wittenberg? Die 3te Generation im Gespräch mit Wittenberger Jugendlichen.
11:55 Thesenanschlag um 15 vor Zwölf: Wittenberger Jugendliche schlagen ihre Wünsche & Hoffnungen für eine Zukunft in der Region an die Thesentür!
12:15 Zu Tisch mit ?
13:30 Chancen und Initiativen zur Ausbildung und für Fachkräftesicherung in Sachsen-Anhalt: Infoveranstaltung und Diskussion mit der Bundesagentur für Arbeit Wittenberg und „PFIFF“ Sachsen-Anhalt, Das Fachkräfteportal.


Samstag 9. Juni 2012 Potsdam

14:30 Tourabschluss: Die Dritte Generation Ost in Potsdam - Ein literarisch-künstlerisches Finale! Lesung mit den Autoren Andrea Hannah Hünniger, Tini Anlauff, Jana Karafiat & Thomas Schubert!Forsthaus Nordtor

 

 


Umfrage: Feedback zur Initiative

Wir möchten uns ausdrücklich bei allen für die Teilnahme an der Frühjahrsumfrage bedanken. Die gewonnenen Erkenntnisse für uns als Netzwerkteam aus den Gedanken, Ideen und dem Feedback der 129 Teilnehmenden bestärken uns in der Weiterentwicklung des Netzwerks und in der Ausrichtung der Koordination. Das Netzwerkteam zieht folgende Schlussfolgerungen aus der Umfrage:

  1.  Die Identität* des „Netzwerk 3te Generation Ostdeutschland“ ist maßgeblich durch die gemeinsame biografische Erfahrung als Basis eines “emotional bonding“ gekennzeichnet.* Identität verstanden als zentral, überdauernd und unverzichtbar
  2. Das „Netzwerk 3te Generation Ostdeutschland“ wird als Spiegelbild einer umfassenden soziodemographischen sowie regional begrenzten Alterskohorte „Dritte Generation Ostdeutschland“ wahrgenommen und wird ungewollt kontinuierlich nicht nur medial (siehe bspw. in DIE ZEIT vom 16. Mai 2014 ) sondern teilweise auch durch NetzwerksympathisantInnen selbst als Projektionsfläche angesehen, auf die individuelle Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen an diese Kohorte eingeschrieben werden. Das muss zwangsläufig zu Enttäuschungen führen, denn das Netzwerkkoordinationsteam kann und will dieser Projektion nicht entsprechen (siehe Punkt 3).
  3. Es existiert eine Diskrepanz zwischen der Vielfalt der genannten erwünschten inhaltlichen Handlungsfelder des Netzwerks
  4. und den dafür notwendigen organisatorischen Kapazitäten des Netzwerkkoordinationsteams.
  5. Im Kontext unseres qualitativen Anspruchs wird sich die Netzwerkkoordination schlussfolgernd in ihrem Engagement und ihrer Rolle entsprechend der Prioritäten aus der Befragung deutlich fokussieren.
  6. Kernanspruch des „Netzwerk 3te Generation Ostdeutschland“ und deutliche Erwartung an die Netzwerkkoordination ist die Bereitstellung von Formaten zum Kennenlernen und „networking“. Eine Deutungshoheit über inhaltliche Schwerpunktsetzung oder Bearbeitung von Themen durch Personen, Projektteams und Institutionen, übernimmt (außer beim jährlichen Generationstreffen) die Netzwerkkoordination und damit das Netzwerk nicht.
  7. Deshalb fokussiert sich das Netzwerkkoordinationsteam auf die Bereitstellung einer modernen und Interaktivität ermöglichenden Netzwerk Kommunikations-, Reflektions- und Kreativplattform - „connecting the dots“ (analog und digital).
  8. Diese besteht zukünftig aus folgenden Formaten:* 3 x jährlich Open Space im Hauptstadtbüro Berlin* 1 x jährlich Generationstreffen*, Beteiligungsorientierte Website
  9. Für die lebendige Nutzung der Kommunikations-, Reflektions- und Kreativplattform braucht es die NetzwerksymphatisantInnen und Fördermitglieder. Diese werden als Person und/oder durch ihre inhaltlichen Projekte auf der Plattform sichtbar.
  10. Die Netzwerkbefragung bestätigt die thematische Priorität des “Inter-generationellen Dialog zwischen den Dritten Generationen OST, WEST und MIGRATION“ für das diesjährige Generationstreffen.
  11. Der organisationaler Fokus wird auf einer weiter wachsenden Netzwerkstärke liegen. Es werden aber insbesondere regionale, lokale Intitiativen sein, die durch einzelne Projekte für eine Vergrößerung des Netzwerkes sorgen. Die Mitarbeit aller SymphatisantInnen und Fördermitglieder ist also gefordert.
  12. Ein Finanzierungsmodell ist deshalb auf Basis von Fördermitgliedschaften notwendig. Dieses ist aufgrund des kommunizierten Potenzials der Aussagen im Rahmen der Netzwerkbefragung möglich.

Studie: Fachkräftemangel in Ostdeutschland

Ziel der Studie ist es, die junge Generation Ostdeutschlands in ihren Wünschen und Zukunftsvorstellungen besser zu verstehen und aus den erhobenen Daten Ansätze für Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Was können Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft (bspw. Gewerkschaften) tun, um erstrebenswerte Arbeits- und Lebensbedingungen bereitzustellen? Worauf kommt es bei der Suche nach Nachwuchskräften an? Wie kann die öffentliche Hand um die jungen, gut ausgebildeten Frauen und Männer werben? Welches Lebensumfeld ist wichtig und was spricht für ein Leben in Ostdeutschland? Kann Rückwanderung politisch unterstützt werden?
Die zentrale Forschungsfrage ist daher: Welche Erwartungen haben junge Ostdeutsche in Bezug auf die Wahl des Wohn- und Arbeitsortes, ihre beruflichen Perspektiven, bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und des soziokulturellem Umfelds?

Einblick in die Ergebnisse

Um Fach- und Führungskräfte für den Osten Deutschlands zu gewinnen und so die ökonomischen Potentiale dieser Region zu aktivieren, wird es notwendig sein, einen gezielten Barriereabbau einzuleiten. Nur in einer kontinuierlichen, aufeinander bezogenen und kooperativen Kommunikation von ostdeutscher Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit den potentiellen "Rückkehrern", zum Beispiel aus der Dritten Generation Ostdeutschland, kann das so notwendige Ausgleichspotential aktiviert werden.

Erforderlich sind unter anderem:
* den Imagewechsel "des Ostens", "der Ossis" und Ostdeutschlands mit ganzer Intention und Deutlichkeit einzuleiten,
* die positiven Besonderheiten Ostdeutschlands mutig zu identifizieren und deutlich zu kommunizieren
* das Wissen über die Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre in Ostdeutschland der jeweiligen Zielgruppe zugänglich zu machen,
* persönliche Ansprachen vorzunehmen,
* die Aufarbeitung der besonderen Geschichte der Wendekinder, zu fördern,
* Engagement zu fördern, indem die Umfelder gleichgesinnter engagierter Menschen in Ostdeutschland aufgezeigt werden sowie
* die mediale Neuverortung des Ostens.
* Willkommenskultur für Fach- und Führungskräfte


Chor der Kulturen

Gibt es eine gemeinsame Identität? Aus welchen Gruppen/Aspekten/individuellen Einstellungen setzen wir uns heute, hier zusammen?

Dieser Frage wollen wir nachgehen und für die Eröffnungsveranstaltung des Generationstreffens der 3ten-Generation-Ost am 24. Oktober ein musikalisches Kaleidoskop erstellen. Dazu öffnen wir unsere Proben und laden alle Interessierten- jedes Alter, jede Nationalität, egal ob Ost oder West, Sänger/in oder Instrumentalist/in- ALLE!! ein:
Bringt Lieder mit, die Ihr für Euch als identitätsstiftend empfindet und beteiligt Euch an der gemeinsamen Probenphase Mitte September bis Mitte Oktober!

Das Programm für das Generationstreffen am 24. Oktober 2014

Fürstenherrschaft zur Zeit der Französischen Revolution 4stimmig: "Es saß ein klein wild Vögelein"

Revolutionslied 1848 Deutschland 4 stimmig: "Die Gedanken sind frei"

Kaisersehnsucht in Deutschland, Soloquartett 4stimmig: "Deutschland"

Wandervogelbewegung um 1900, 3stimmig: "Ich ging durch einen grasgrünen Wald"

Zwischen 1. und 2. Weltkrieg, 1stimmig+ Klavier: "Der heimliche Aufmarsch"

Situation der Juden im Nationalsozialismus, 1 stimmig+ Klavier: "Dona, dona"

Idee für das neue Deutschland Brecht/Eisler 1950- Alternatividee für die Nationalhymne, 1 stimmig+ Klavier: "Die Kinderhymne"

Vietnamkrieg-Amerika, Hippibewegung im Westen 1stimmig+ Klavier: "Where have all the flowers gone"

DDR Selbstsicht- 2stimmig+ Klavier: "Unsre Heimat"

Das schöne Moskau, 1stimmig+ Klavier auf russisch: "Moskauer Nächte"

Globalisierung, Afrika: call & response

Kontakt: Ulrike Röck


nadja-troi-boeck_glauben-wendekinder

Was glauben die Wendekinder?

Die meisten Wendekinder sind ohne Religion und Kirche aufgewachsen und das meistens schon in der 2. Generation, denn auch unsere Elterngeneration ist zum großen Teil nicht mehr mit Religion in Berührung gekommen.

Die meisten Wendekinder gehören deshalb keiner Kirche oder religiösen Bewegung an. Aber das bedeutet ja nicht, dass Wendekinder einfach nichts glauben. Auch Wendekinder fragen nach dem Sinn des Lebens und dem Warum. Oft machen diese Fragen  bzw. die Antworten, die wir darauf finden, einen wichtigen Teil unseres Selbstverständnisses aus.

Mich interessiert, was Wendekinder glauben – auch unabhängig von kirchlich-institutionalisierter Religiosität. Dafür habe ich bereits mehrere Interviews geführt, weitere sind geplant. Im Februar werden die ersten Ergebnisse dieser empirischen Religionsforschung an der Wissenschaftskonferenz 2015 vorgestellt. Die Ergebnisse der qualitativen Interviews können mit einer breiten Datenbasis aus quantitativen Erhebungen zur Religiosität in Ostdeutschland korreliert werden.

 

Dr. Nadja Troi-Boeck

(Universität Bern)

Tel: +41 (0) 78 923 48 80
Email: nadja.troi-boeck@gmx.ch


Sachsen

In Sachsen fand ein maßgeblicher Anteil der Demonstrationen statt, die 1989/90 zur Friedlichen Revolution und Wiedervereinigung führten. Seitdem hat sich in kurzer Zeit viel verändert.

Im Regionalnetzwerk Sachsen wollen wir Räume eröffnen, um

1. Zurückzuschauen und die rasanten Veränderungen zu reflektieren (gesellschaftlich und persönlich)
2. Die Gegenwart betrachten  (Kontakte knüpfen und gegenseitig aktuelle Projekte vorstellen)
3. In die Zukunft schauen und aktiv unsere Impulse in die Gesellschaft einbringen.

Das nächste Treffen ist am Sonnabend, dem 4. Otkober um 14 Uhr eine kleine Veranstaltung in Leipzig geplant.
Im dortigen Zeitgeschichtlichen Forum wird Johannes Träger eine Führung durch die ständige Ausstellung zum Thema "DDR 1949-1989" machen. Anschließend soll es vor Ort die Möglichkeit geben ins Gespräch zu kommen.

14.00 Uhr Ankommen - kurze Vorstellungsrunde

14.15 Uhr Führung durch die Ständige Ausstellung

15.30 Uhr Nachgespräch

17.00 Uhr bei Bedarf gemütlicher Ausklang im Café Alte Nikolaischule

Bitte gebt bis zum 30. 9. ein kurzes Zeichen, wenn ihr Interesse habt.

Ansprechpartner ist Tilmann Löser (sachsen@dritte-generation-ost.de).


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