„UckerMarker“ von Svea Weiß und Rainer Schmitt

Eine Karte, viele Beiträge. Und Geschichten, die zeigen, was geht, wenn schon alle denken, da geht nichts mehr… Mit UckerMarker wollen Rainer Schmitt (Kulturgeograph und Videojournalist) und Svea Weiß (Philosophin und Redakteurin) eine Landkarte im Internet entstehen lassen, auf der man in Video, Ton und Text die Geschichten der Uckermark ansehen, anhören und lesen kann. So entsteht mit der Zeit das Archiv einer besonderen ländlichen Region. Motivation und Hintergrund des Ganzen ist der demographische Wandel, das angebliche Aussterben der Region und das oft schlechte Image der Uckermark als „abgehängte Ostprovinz“. Mit ihrem Doku-Projekt UckerMarker möchten Sie hinter die vermeintlich finstere Fassade blicken und in Beiträgen zu Kultur, Geschichte und (Lebens)Geschichten vor allem die Menschen der Region selbst zu Wort kommen lassen.

Wenn sonst die Probleme im Vordergrund stehen, soll es bei UckerMarker auch und vor allem um die Potentiale gehen, die dieser Raum bietet. Ein Raum, dessen Lebenswirklichkeit irgendwo zwischen den Bildern „Toskana des Nordens“, „Transitland“ und „Abwanderungszone“ liegt. Warum leben Menschen dort (weiterhin)? Warum ziehen andere sogar dorthin? Was denken sie dort zu finden? Welche Ideen und Visionen gibt es in dieser speziellen Region?

Neben Kulturellem, Sozialem und Historischem möchte sich UckerMarker thematisch auch regionalen Kreisläufen, kleinteiligen und handwerklichen Wirtschaftsstrukturen, naturverträglichen Anbaumethoden und kreativen Ansätzen nähern, wie mit der Strukturschwäche des Ländlichen Raums umgegangen werden kann. Das Ganze immer aus der Perspektive der dort lebenden Menschen, die nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen Erfahrungen vor und nach der Wende eine ganz eigene Geschichte zu erzählen haben.

Um UckerMarker zu verwirklichen, haben sich die beiden Projektinitiatoren für eine gemeinschaftliche Startfinanzierung mittels Crowdfunding entschlossen.
Wer auf Startnext nicht seine Daten hinterlassen möchte, kann auch den Weg über www.uckermarker.net/foerderer gehen.