Permakultur-Garten / Velten

Im Permakultur-Garten / Velten, welcher seit 2013 entsteht und im September 2014 eingeweiht wurde, können, in Form eines Schaugartens, wesentliche Elemente aus der permakulturellen und naturnahen Gartengestaltung gesehen und verstanden werden. Es ist ein Ort der Selbstversorgung, des sozialen Aufeinandertreffens sowie ein Bildungsstandort für spezifische Thematiken rund um die Erzeugung  von Nahrungsmitteln auf Basis regionaler und naturnaher Verfahren bzw. Möglichkeiten.

Vor der Wendezeit war es nicht nur im Osten normal, sich selbst aus dem Garten zu versorgen. Vor allem auch in der arbeitenden Bevölkerungsschicht in den westlichen Bundesländern gab es Schrebergärten, um den Nahrungsbedarf aufzustocken und somit auch Geld zu sparen. Darin nehmen sich zeitweise beide damaligen Systeme nicht viel. Der Wohlstand zog jedoch schneller und verbreiteter im westlichen Teil der Republik ein und auf Dauer, sowie die Menge sowohl der Produzenten als auch der produzierten Produkte betrachtet, war es im östlichen Teil länger notwendiger, den Zweig der Selbstversorgung bei zu erhalten. So auch in meiner Familie. Sowohl auf mütterlicher wie auch auf väterlicher Seite gab es Gärten und wurde angebaut. Wir als Kinder arbeiteten zusammen mit Großeltern und Eltern auf den Flächen während der Saatzeiten und auch der Ernte. Der Überschuss wurde getauscht, verkauft, eingeweckt oder auch konserviert. An diese Tradition schließe ich heutzutage wieder gerne an, um auch das über die Jahre verloren gegangene Wissen aufzufrischen, weiter zu geben und zu erhalten.

An sich nutzt der Garten eine Brachfläche auf einem Gärtnereigelände in Brandenburg, um die Nutzung dieser Fläche mit alternativen Möglichkeiten neu zu ermöglichen sowie die Elemente eines Permakulturgartens sinnvoll in Bezug zueinander zu bringen.

Zur Zeit besteht ein Erdgewächshaus, ein Waldgarten wurde angelegt, Terrassenbeete, Kräuterbeete, ein Rundweg aus diversen Bodenbelägen, welcher gleichzeitig als botanischer Lehrpfad fungiert, Kompostsysteme, Natrurteich, Trockenmauern, Benjeshecken u.v.m.

Die zu realisierenden baulichen Elemente entstehen als  Kreislaufsysteme mit einfachen Mitteln aus Spenden, Baustellenabfällen, Pflanzen- & Baumschnitt und weiteren Stoffen, welche sich als Garten- und Baumaterialien eignen. Auch Pflanzen werden zum großen Teil aus „Resten“, eigener Saatgutproduktion, aber auch durch Zukauf in das Gesamtprojekt eingebracht. Es wird streng darauf geachtet, dass alte Kultursorten von diversen Gemüsen und Wildobst- sowie Wildkräuter bevorzugt Einzug in den Garten erhalten. So soll der Artenschutz mit dazugehöriger Biodiversität gefördert werden, um gegen den monokulturellen Trend der industriellen Landwirtschaft anzukämpfen. Zudem wird das gesamte Gartenkonzept nur positiv in seiner eigentlichen Stabilität als System bestärkt. Aber auch bekannte Gattungen wie Johannesbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren & Co. sind herzlich willkommen.

In Zukunft wird sich das zu sehende Angebot an Elementen vor Ort stetig erweitern, je nach voranschreitender Entwicklung des Gartens. Geplant sind 2015 unter anderem eine Sommerküche, Lehmofen, Dachbegrünung und Komposttoilette. Sofern Finanzen und Baumaterialien vorhanden, werden die geplanten Elemente aufgebaut und erweitern somit das Repertoire und die Möglichkeiten des Gartens.

Kontakt:

Nino Dario Lettrari
info@permakultur-projekte.de
www.permakultur-projekte.de
Tel: 0176-27 577 319